Projekt "Jugendpartizipation" in Rosenheim

AUSSCHUSS FÜR KINDER, JUGENDLICHE UND FAMILIEN BRINGT JUGENDPARTIZIPATIONSPROJEKT AUF DEN WEG

„Die Jugend hat Nachholbedarf“

Jugendliche mit in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen, ist das erklärte Ziel der Stadt.
Dazu hat der Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien nun ein Jugendpartizipationsprojekt auf den Weg gebracht.

„Wirkungsvolle Jugendbeteiligung muss zwar von oben gewollt sein, kann aber nur von unten wachsen“ –
darüber herrschte im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Konsens. Ziel ist es, die Rosenheimer Jugend konkreter 
ins politische Geschehen mit einzubinden und dabei auch Jugendliche zu erreichen, die sich bisher nicht auf der politischen Ebene engagierten. Bereits im Herbst 2013 hat sich der Jugendhilfeausschuss einstimmig dafür ausgesprochen, Jugendliche stärker in den politischen Entscheidungsprozess involvieren zu wollen. Dazu hat sich die Stadt Julia Pfinder aus München als Projektpartnerin an die Seite geholt. Zusammen mit ihr „Jugendliche agieren spontan“. Julia Pfinder wird in den kommenden zwei Jahren ein Konzept entwickelt, wie und an welcher Stelle Jugendliche altersgerecht in politische Prozesse eingebunden werden können. „Wir denken ein Jugendparlament ist nicht unbedingt attraktiv“, sagte Pfinder dem Ausschuss. Im Jugendamt hat sie sich bereits mit dem Stadtjugendring zusammengesetzt. „Jugendliche agieren spontan, oftmals über soziale Medien.“ Daher strebt sie offene, formale und digitale Beteiligungsformate an. Angesprochen werden sollen Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren. In Schulen, Vereinen und weiteren Gremien will man an sie herantreten. „Wichtig ist herauszufinden, was Themen und Formen sind, bei denen sich Jugendliche einbringen wollen“, so Pfinder. Bis zum Herbst 2017 soll es dann ein erstes Beteiligungsformat geben, das offen für alle Jugendlichen ist und an dem rund 200 junge Menschen teilnehmen können. „Dabei wird dann gemeinsam mit der Politik erarbeitet, wie die Partizipation konkret aussehen wird.“ Anhand dieser Ergebnisse soll dann im fortlaufenden Prozess in Arbeitsgruppen das Projekt weiter konkretisiert werden: Welche Themen sind für die Jugend relevant? Wie wollen sie sich einbringen und wie können sie letztendlich auch für politische Entscheidungen relevant sein? 

Zur Koordinierung des Vorhabens ist eine zusätzliche halbe Stelle vorgesehen, die im ersten Jahr der
Förderverein „Jugendarbeit Rosenheim“ finanziert.

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer nimmt das Projekt ernst:
„Die Jugend hat einen Nachholbedarf an politischer Arbeit.“ Der Ausschuss brachte das Vorhaben einstimmig auf den Weg.

 

 

Bericht von OVB Online vom 09.12.2016

 

 

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